Der Weg zu gesunden Kinderzähnen

Spätestens wenn sich Familienzuwachs ankündigt, sollte sich die werdende Mutter auch mit der eigenen Zahngesundheit beschäftigen.

„Die Zahngesundheit der Mutter, der Familie und die des Kindes stehen im engen Zusammenhang miteinander", erläutert Anita Lähning, Zahnärztin mit dem Schwerpunkt Kinderzahnheilkunde in der Zahnarztpraxis Dr. Wietzorke in Münster-Hiltrup. Kinder kommen ohne Karieserreger zur Welt. Die Infektion mit den Keimen findet erst mit dem Speichel der Familienangehörigen statt, zum Beispiel beim gemeinsamen Ablecken eines Löffels während der Essenszubereitung. „Daher sollte während der Schwangerschaft ein Zahnarzttermin mit Prophylaxe für die ganze Familie zur Geburtsvorbereitung gehören," betont die Kinderzahnärztin. Der erste Zahnarztbesuch des Kindes erfolgt dann ab dem 6. Lebensmonat, denn zu diesem Zeitpunkt schieben sich die ersten Milchzähne durch das Zahnfleisch in die Mundhöhle.

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Zahnpflege in der Schwangerschaft – Prophylaxe ist Pflicht

Zahnarzt-Tipps für werdende Mütter:

Die Hormone spielen verrückt, die Stimmungsschwankungen werden täglich größer und die körperlichen Veränderungen zusehends deutlicher. Eine Schwangerschaft hat Auswirkungen auf den gesamten Körper – Zähne und Zahnfleisch bilden hier keine Ausnahme. Und obwohl die Befürchtung „jedes Kind kostet einen Zahn!“ bei einer normalen Mundhygiene sicher nicht zutrifft, sollte während einer Schwangerschaft auf die Mundgesundheit besonders geachtet werden.

Schwangerschaftshormone führen zu einer vermehrten Durchblutung der Schleimhaut in Verbindung mit einer Auflockerung des Gewebes. Die chronische Entzündung des Zahnhalteapparates – die Parodontitis – kann dadurch verstärkt werden. Erstes Warnzeichen: Zahnfleischbluten!

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Vorbeugen besser als Bohren

Kariesvermeidung durch Fissurenversiegelung

Im Alter von 12 bis 14 Monaten bekommen Kinder ihre ersten Milchbackenzähne. Damit von Anfang an die Grundlagen für lebenslang gesunde Zähne gelegt werden, ist die richtige Pflege und Prophylaxe der Zähne von entscheidender Bedeutung. Eine der wichtigen Maßnahme zur Vorbeugung von Karies ist die Fissurenversiegelung.

„Die Kauflächen der Backenzähne sehen aus wie kleine Gebirgslandschaften. Sie weisen oft tiefe Fissuren (Einziehungen). Höcker (Bergkuppen) und Grübchen (Täler) auf. Durch diese Fissuren und Höcker greifen die Zähne von Ober- und Unterkiefer wie Mörser und Stößel ineinander und sind dadurch in der Lage, Nahrung zu zerkleinern.“ So erklärt Desiree Lewerenz, Zahnärztin mit dem Tätigkeitsschwerpunkt Kinderzahnheilkunde in der Zahnarztpraxis Dr. Wietzorke, die Anatomie der Seitenzähne.

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Zähneputzen aber richtig

Prophylaxe ist immer besser als Karies

Mit sechs Monaten geht es los.

Um den sechsten Lebensmonat schieben sich die ersten Milchzähne durch das Zahnfleisch in die Mundhöhle. Meistens beginnt es mit den unteren mittleren Schneidezähnen. „Von diesem Zeitpunkt an sollte mit der täglichen Zahnpflege begonnen werden, denn die Milchzähne benötigen eine genauso sorgfältige Pflege wie die bleibenden Zähne“, erläutert Dr. Thomas Wietzorke, Zahnarzt in Münster-Hiltrup. Milchzähne sind nicht nur wichtig beim Zerkauen der Nahrung, sondern sie sind auch bei der phonetischen Sprachbildung und als Platzhalter für die bleibenden Zähne unverzichtbar.

Führen Sie das Zähneputzen am besten als festes Ritual morgens und abends ein. So erlernen die Kinder von Anfang an, dass Zahnpflege etwas ganz alltägliches ist. Im Alter von sechs Monaten bis zum 2. Lebensjahr ist es natürlich noch die Aufgabe der Eltern mit einer kleinen weichen Kinderzahnbürste mit abgerundeten Borsten die Zähne zu putzen.

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Gesunde Ernährung – gesunde Zähne

Ein ausgewogenes Essverhalten stärkt die Kinderzähne

Für die Zahngesundheit von Kinderzähnen ist die gesunde Ernährung genau so wichtig wie die gute Zahnpflege. „Häufige süße Zwischenmahlzeiten sind, wie inzwischen jeder weiß, für die Bakterien im Mund ein Paradies“, erläutert Dr. Thomas Wietzorke, Zahnarzt in Münster Hiltrup, den Kernsatz der zahngesunden Ernährung. „Aber nicht nur Zucker greift die Zähne an, sondern auch Säuren, insbesondere in Getränken, spielen eine entscheidende Rolle.“

Säureschäden

Das gilt für Früchte, Säfte und Erfrischungsgetränke. Besonders säurehaltig sind Zitronensaft, Orangensaft, Apfelsaft, aber auch Cola und Limonaden. Früchte und Fruchtsäfte sind zwar allgemeinmedizinisch als gesunde Lebensmittel einzustufen, um aber Säureschäden an den Zähnen zu vermeiden, sollten die Kontaktdauer mit den Zähnen und auch die Häufigkeit des Verzehrs begrenzt werden.

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Wir wollen keine schiefen Zähne

Dauerhaftes Daumen- und Schnullerlutschen führt zu Zahnfehlstellungen

Daumen- und Schnullerlutschen ist am Anfang völlg normal. Bereits im Mutterleib nehmen Kinder den Daumen in den Mund. Der Mund ist ein wichtiges Sinnesorgan für Säuglinge. Sie erfahren und erleben im ersten Lebensjahr vieles über den Mund (orale Phase) . Deshalb sollte der natürliche Drang zum Lutschen in den ersten 2 Jahren nicht unterbunden werden.

,,Direkt nach der Geburt sollte noch auf der Entbindungsstation darauf geachtet werden, dass die Kinder sich nicht an den Daumen, sondern an einen Schnuller gewöhnen.“ betont Dr. Thomas Wietzorke, Zahnarzt in Münster-Hiltrup. „Den Schnuller können Sie Ihrem Kind später abgewöhnen, einen Daumen nicht.“ Um aber Fehlentwicklungen des Gebisses und Stellungsabweichungen der Zahne zu vermeiden, sollten Sie Ihr Kind ab dem zweiten Lebensjahr Schritt für Schritt vom Schnuller entwöhnen.

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